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2009 - 2010

Teilnehmerberichte zum Projektverlauf

Der Teilnehmer-Blog


Woche 08. - 14. 02.10

Es ist Winter im ehemaligen Stadtarchiv. Winter auf der Probebühne, Winter auf der Zuschauertribüne, wo sich neben Textbüchern warme Decken, Jacken und Schals stapeln, Winter in den Kulissen, in denen Eimer stehen, die schmelzenden von-der-undichten-Decke-tropfenden Schnee auffangen. Wer nicht auf der Bühne ist, wickelt sich in möglichst viele Klamotten (bei mir sind es fünf bis sechs Schichten) und sucht immer mal wieder etwas Wärme an den Heizungen. Gar nicht so einfach, unter diesen frostigen Umständen etwas Hitzigkeit, warme Liebesworte und heiße Tänze ums Rathaus aus Pappe auf die Bühne zu bringen. Nur, wenn ich auf der Bühne bin, vergesse ich die Kälte. Die Requisiten und Kostüme sind mehr oder weniger improvisiert, der Text wird meist noch von der Tribüne angegeben und selten spielen wir eine Szene durch, ohne dass Barbara „Stopp“ ruft. Und trotzdem blitzt ab und zu etwas auf. Dann spüre ich: Das wars. Jetzt stimmte es. Ich versuche mir alles zu merken und kritzle mein Textbuch voll. Das „aufblitzende Etwas“ kann ich leider nicht aufschreiben und muss hoffen, dass es irgendwo in mir so gespeichert wird, dass es beim nächsten mal wieder abrufbar ist. Auch beim Zusehen wird es mir manchmal schon warm ums Herz und sei es nur, wegen einem gelungenen Satz. Und schlussendlich ist das dann auch genug Belohnung für meine kalten Füße.

Ich hoffe, auf wärmere Tage und wünsche euch warme Nasen!

Milena
Woche 01. - 07. 02.10

Neben persönlichen Höhen und Tiefen geht wieder einiges bei TT. Der Drache wird zunehmend gefährlicher, wacht über unseren Schlaf, unsere Mittagspausen und natürlich über unsere Jungfrauen.
Ob Kostüm, Bühnenbild- oder Presseabteilung - überall rauchen und dampfen die Rechner, Nähmaschinen und Köpfe, es gilt die Premiere Ende März mit minimalem Katastrophenaufkommen vor vollbesetzten Bänken über die Bühne zu bringen.
Viel Zeit investierten wir Anfang der Woche in die Rollenarbeit. Wir nahmen uns Heinrich und dessen Vater, den noch sehr verschwommenen Charakter des Bürgermeisters vor. In unserem Gesangsraum saßen wir kniend auf dem Teppich verteilt, strapazierten Gesichts, Gesäß- und Oberschenkelmuskulatur, während wir uns in die Textpassagen  gegeseitig vorimproviesierten. Überraschend  spannend zu sehen, wie jede der Figuren nach und nach an Kontur gewinnt, die Ansätze und Interpretationen jedes Einzelnen sich ergänzen und langsam ein buntes Portrait malen, das schlussendlich auf der Bühne durch Körper und Sprache seine Verwirklichung findet.   

Montagabend  wurde es romantisch: über das Wochenende hatten wir die Aufgabe bekommen, eine Liebesszene zwischen Lanzelot und Elsa zu erarbeiten, die wir nun, Montag Nachmittag vorspielen sollten.
Ich persönlich machte eher unfreiwillig den Anfang und muss gestehen, dass mir wehmütiges Dahin schmelzen in diesem Fall auch nicht half. Einige Szenen vermochten jedoch ein sehr schönes und ernsthaftes Bild dieser Beziehung zu schaffen.
Dienstag Nachmittag bekamen wir magischen Besuch von einem Zauberer, der uns weder  Bühnenbild noch die Kostüme fertig herbei zaubern wollte, dafür aber jede Menge Spielgeld, womit bei einigen  die Hoffnung aufkam, die mühselige Sponsorensuche in den Tourneeorten etwas ruhen lassen zu können.

Nachdem eine Drachenprobe mit Barbara abgebrochen werden musste, nahmen wir die Sache selbst in die Hand und. Zu guter Letzt bekamen wir freundliche Unterstützung unseres  Regieassistenten Philipp Quest. Texte natürlicher zu Sprechen, dem Spiel mehr Authentizität abzugewinnen war die Aufgabe, die wir uns selber stellen sollten.
Jeder Einzelne sollte den Satz: „ Ich werde den Drachen töten“ ausrufen. Philips Provokation durch Maschinenfeuer, schnell fallende Beleidigungen oder körperlicher Bedrängnis kam der Glaubwürdigkeit dabei sehr zu Gute. So wurde aus einem  Untertext wie „ Ohhh Gott die Milch ist alle, aber ich muss ja den Drachen töten...“ ganz schnell ein wutentbranntes „ Verdammt ich werde den Drachen töten, dir die Augen ausquetschen, und danach die ganze Stadt niederbrennen“.

Am Wochenende konzentrierten wir uns voll und ganz auf die letzten beiden Auftritte unserer Performance.  Um auch außerhalb der eigenen vier Stadtarchivwände Aufmerksamkeit zu erregen und  kurzfristig die Besucherzahl etwas anzuheben, schwärmten wir erneut aus, um die Bochumer Innenstadt  mit unseren Leitern zu beglücken. Immer selbstverständlicher werden die lautstarken Ausrufe in den Einkaufspassagen, dem Bermudadreieck, das Leiter schwenken in der Menschenmenge und die persönlichen Gespräche mit den  verschiedensten Leuten und macht inzwischen riesigen Spaß!
Abgerundet wurde dieses Spektakel am Sonntag mit dem Ausfallen eines Teilnehmers, was ungeahnte logistische Probleme für unsere Performance nach sich zog, letzten Endes aber doch ohne größere Personenschäden bewältigt werden konnte.


Tausend liebe Grüßchen vom Jülchen..........für Außenstehende Julian:-)

 


Woche 25. - 31. Januar 2010
Es dracht.


Eine Woche voller Märchenzauber, Tourgeplane und Miauen (auf der Bühne als auch zuweilen in den Beinen). Der montägliche Gesang zumindest, verliert mehr und mehr bis beinahe vollständig an Katzenjammerverwandtschaft. Das Proben geht vorwärts und langsam aber sicher entfaltet sich ein unterschwelliger und (noch?) liebevoller Konkurrenzkampf um die Rollen, denn, natürlich erfreuen sich Elsa (die liebende und geliebte Jungfer), Lanzelot (der Märchenheld) als auch der Bürgermeister (der komisch-groteske Bösewicht) einer größeren Beliebtheit als das Hinterteil des Zweipersonenesels. Erfrischend aber zu erleben, wie viel Arbeit dadurch in die kleinen selbst zu inszenierenden Szenen gesteckt wird und welche Fortschritte zu sehen sind!

 

Unser Bewegungsunterricht, bei unserem allseits beliebten (Körper-)Klaus, nimmt nun auch endlich sichtbar die Form eines Bühnenkampfkurses an und es fliegen (wenn auch oft einige Sekunden nach dem Schlag) verschiedene Körperteile mit Menschen dran durch den Raum.

Den Abschluss dieser belebten Woche bildeten wiedereinmal eine (ver-)kühlende, aber dennoch offensichtlich recht erfolgreiche Straßen-Leiter-Werbe-Aktion (leider mit ordnungsamtlichen Flyerverbot), ein Bühnenputz und zwei Performanceauftritte, nicht ohne Patzer aber dennoch mit erfreulicher Resonanz.

Und bei allem Stress, wir drachen weiter und drachen es (hoffentlich) gut.

Es grüßt Lieschen Stahl von TheaterTotal. (Anm. d. Verf.: dieser Reim ist unbeabsichtigt und wird von der Autorin verachtet, war aber aus Respekt vor dem einheitlichen Ende vorangegangener Blogeinträge unvermeidbar.)


Woche 11. - 17. Januar 2010

In dieser Woche sah es von Anfang an nach Muskelkater aus. Der Stundenplan versprach Tanz, Tanz, Akrobatik, Tanz, TaiChi und Tanz. Hat er auch gehalten, das Versprechen, der Stundenplan. Es ist nicht so, dass ich etwas gegen körperlichen Unterricht habe. Ich mag das. Unsere Lehrer sind ausnahmslos faszinierende Menschen, besonders wenn sie in ihrem Element sind. Manchmal, wenn zum Beispiel Crystel (Tänzerin u.a. mit Pina Bausch) etwas vormacht, hat man das Gefühl keinen aus der Gruppe würde es stören noch eine halbe Stunde nur da zu stehen und zuzusehen. Wenn sie sich bewegt hat das irgendwas mit Poesie zu tun. Bestimmt. Und die Bewegunsabläufe sind manchmal so überraschend, dass man sich fragt, wie einem so etwas einfallen könnte.
Bei 4 verschiedenen Dozenten für Bewegunskunst (Barabara mit ihrem Schauspielunterricht nicht eingerechnet) kommt nie Langeweile auf, im Gegenteil ergänzt sich das Gelernte später in unseren Köpfen, um dann auf den Partys und in den Diskotheken dieser Welt zum Einsatz zu kommen.

Diese Woche, über die ich schreibe, hatte aber noch mehr als zwickende Muskeln zu bieten. Wir haben im Schauspiel die Aufgabe bekommen, eigene, völlig freie Szenen aus dem Drachen zu entwickeln. Dabei konnten wir uns selbst Situationen und Dialoge ausdenken oder existierende aus dem Stück als Grundlage nehmen. Plötzlich war zu unserem ohnenhin viel zu kurzen Alltag also noch eine Beschäftigung hinzugekommen. Aber diese Aufgabe war anders als die üblichen Sponsorenbriefe, Tourneetelefonate und Essensbestellungen. Ging man in der Mittagspause durch das Haus, konnte man sicher sein, dass einem unterwegs Drachen, Kater, Helden, Jungfrauen oder zumindest ein Esel begegnete. Ob im Tanzsaal, der Schneiderei oder im Keller: in jeder freien Minute surrten Szenenschnipsel durch die Gegend oder man sah kleine Grüppchen hitzig über dramaturgische Kniffe diskutieren.
Ich selbst hatte mich mit Thea und Martina, den Schweizerinnen, zusammengetan.  Thea wollte sich den Lanzelot (Held) zu eigen machen, Martina wagte sich an die Elsa (Jungfrau) und ich versuchte mich am Bürgermeister (Bösewicht). Wir hatten im Wettlauf um die besten Probeorte einige technische Probleme (zu spät gekümmer) und mussten deshalb mit dem Essensraum vorlieb nehmen. Dort studierten wir den Text, wir hatten uns für eine Szene aus dem Stück entschieden, machten uns Gedanken zur Inszenierung und probten ein paar mal zwischen Süßgebäck, Stühlen und unglücklich platzierten Säulen.
Am Mittwoch also gab es eine kleine Uraufführung der entstandenen Szenen und zum ersten mal eröffnete sich vor unseren Augen die Welt in dem „Der Drache“ spielt. Wir sahen Drachen mit Flügeln und Highheels, Lanzelots mit Topf-Rüstung und Kochlöffel-Schwert, Esel, die mit ihren Ohren redeten und in der Nase popelten und tanzende Bürgermeister. Ich war fasziniert von der Farbenvielfalt, den kleinen schönen Einfällen und den großen Auftritten und mir plötzlich sicher, dass das Stück ein riesen Spaß wird.

Achja, unser Auftritt. Der war, also wie schreibt man das jetzt, damit es keine Missverständnisse gibt …  aber das ist eine andere Geschichte

Es grüßt, Felix Bach von TheaterTotal


Wiederanfang TT im neuen Jahr!

Das frühe Aufstehen nach zwei Wochen wenig erholsamen, aber abwechslungsreichen Ferien ist  ungewohnt. Ich fahre nichtsahnend aber pünktlich zu TT (also Haus Rechen) und niemand ist dort. Nach einem kurzen Handygespräch mit Jasmin ist klar, dass ich zur richtigen Zeit am falschen Ort bin und ich hechte also zwanzig Minuten zu spät ins Archiv. Die Vorbesprechung hat gerade stattgefunden, zum Glück werde ich jedoch mit freundlichem Lachen und Umarmungen begrüßt, auch von Niels. Dann wird der LKW eingeladen und wir frieren in Dinslaken bei Theater Untertage, wo wir die Technik aufbauen, als Auftragsarbeit. Am nächsten Tag werden nur noch fünf Leute in Dinslaken gebraucht, viele bereiten sich auf ihre Vorsprechen an Schauspielschulen vor, weinen und zittern und beraten sich. Das erste reguläre TT-Treffen findet erst Mittwoch statt. Wir feiern unseren grandiosen Erfolg der Weihnachtsfeier, noch einmal vielen Dank an alle, die uns unterstützt haben!
Philipp Quest (ein Teilnehmer vom letzten Jahr) hat die Regie-Assistenz übernommen und wird mit großem Applaus begrüßt. Dann stürzen wir uns direkt in die Arbeit. Es gibt viel zu tun! Endlich beginnen wir mit unserer ganzen Energie mit dem "Drachen". Wir werden in drei Gruppen eingeteilt, die Modellbaugruppe, die möglichst maßstabgetreu das Bühnenbild in Kleinformat bauen soll, die Blumengruppe (lasst Euch überraschen!) und die Kostümgruppe (der ich angehöre und die wohl keiner weiteren Erklärung bedarf). Die erste Woche steht also ganz im Zeichen der KreaTTivität. Am letzten Tag werden die Ergebnisse präsentiert in Form einer Vernissage, einer Modenschau und einem Vortrag zu dem Bühnenbild. Wir haben viel geschafft, es hat Spaß gemacht und die ersten Ideen sind entstanden. Auch die organisatorische (was ja in gewisser Weise auch schöpferisch ist) Arbeit lief auf Hochtouren. Am 17.1.2010 findet in der Hunscheidtstraße 154 unser Tag der offenen Tür statt und wir laden Sie und Euch ganz herzlich auch auf diesem Wege dazu ein!

 

Es grüßt, Liliane Koch von TheaterTotal


Ein Jahrzehnt geht zu Ende, 19.12.09

Liebe Leute
Ich sitze da vor meinem Mac, sollte noch viel verspätet den Blog fürs Internet schreiben, wälze mich in meinen ersten Ferientagen und bin total erschöpft. Die letzten zwei Wochen waren der ultimative Burner, doch total anstrengend. Wir haben geprobt, gezeichnet, getanzt, gesungen und unser Weihnachtsfest organisiert. Doch es war sehr anstrengend und deshalb weiss ich jetzt gar nicht wo ich anfangen soll, denn letzte Woche habe ich mein totales Highlight erlebt – ich hab die Kunst des Malens entdeckt – eine wundervolle Sache.
Ich konnte noch nie viel mit Zeichnen anfangen, denn Schulzeichnen sagte mir überhaupt nicht zu und Abzeichnen ging schon gar nicht. Doch Tobias Becker hat uns eine neue Dimension gezeigt, in welcher die Freiheit der Striche, Strukturen und absichtslosen Absicht herrschte, was mich total begeisterte. Ich stand jeden Morgen frisch auf der Platte, freute mich zum Ausprobieren, Rumsauen und die kreativen Übungen von Tobi zu machen, welche von blind bis gegen Widerstand zeichnen hin zu Gruppenzeichnungen reichte, was einfach total Spass machte. Ich entdeckte eine neue Welt von der ich bislang noch gar nichts wusste und mir verschwiegen blieb. Doch ich hab sie erobert und werde weiterhin auf der Suche bleiben, denn so eine Freiheit wie beim Zeichnen hab ich schon lange nicht mehr erlebt – und sowas ist einfach genial – sowas ist Leben!
Ja liebe Leute, ich könnte noch stundenlang über den Zeichenworkshop von Tobi diskutieren, doch ich mache hier mal nen Punkt, weil man den einfach irgendwo setzen muss. Falls jemand jedoch noch mehr über dieses wunderbare Erlebnis wissen möchte, ich stehe euch fast Tag und Nacht zur Verfügung -  einfach anklingeln. Zudem möchte ich euch eins noch verraten: „Unser Trupp ist einfach der Geilste – es haben sich die besten Leute des Universums zusammengefunden!“.
Euch allen ganz frohe Weihnachten und bis im nächsten Jahr, wo’s fröhlich mit unserem Blog weitergehen wird.

Aus der Schweiz für TheaterTotal Thea Rinderli


Wei(h)nachtsfeier, 23.11.09 – 29.11.09

Lieber Leser
Bitte lehnen Sie sich einen Moment zurück und stellen Sie sich einen warmen wohligen Raum vor. Im Hintergrund erklingt leise Musik. Mitten im Raum ein erhöhter Tisch mit köstlichen Häppchen und Leckereien drauf. Es wird gerade mit einem himmlischen Prosecco angestossen. Später genehmigen sich die Gäste je ein Glas spanischen Weiß- und Rotwein. Die Stimmung wirk locker und die Leute horchen gebannt, was ihnen erzählt wird.
Aber halt: Diese Gäste sind nicht etwa Politiker an einem Bankett und auch keine Filmschauspieler bei ihrer Premiere. Nein, diese bunte Menschenmasse sind die TTler.
Und noch mal halt: Es ist nicht Freitag oder Samstag Abend, sondern Dienstag um 11.30h.

Die TTler haben diese Woche ein  Weinseminar bei der Weinhandlung Bodegas Rioja in Bochum besucht und dabei viel über Wein, Weingläser und Degustation gelernt.

Das Wichigste in Kürze:
Weingläser nie am Kelch anfassen.
Beim Degustieren den Wein im Glas erst schwenken, damit sich der Geschmak entfalten kann. Danach etwas Wein in den Mund nehmen und durch ein schmatzendes Geräusch Luft einziehen. So zeigt der Wein sein ganzes Aroma.
Natürlich werden wir diese leckeren Weine bei unserer Weihnachtsfeier auschenken.

A propos Weihnachtsfeier: Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Es wird derzeit fleissig getanzt, gesungen, geprobt, organisiert und diskutiert und es lohnt sich auf jeden Fall, sich am 19. Dezember im alten Stadtarchiv in Bochum die Früchte unserer Arbeit anzuschauen.

Es brutzelt und brodelt in TTs Performance-, Stück-, Tournee- und Aktionsküche.

Es liebs Grüessli
Für TT, Martina Tüscher
Liliane Koch von TheaterTotal
 
Von Ossis, Körnchen, Goethes Hexametern und einem einzigartigen Gemeinschaftsgefühl, 16.11. - 21.11.2009

Ich sitze mit einer Wärmflasche auf dem Bauch und einer großen, dampfenden, nicht sehr wohlriechenden Tasse Tee vor der Nase am Computer.
Dabei hatte die Woche sehr vielversprechend angefangen: Helmut Schandl brachte uns viele wichtige Grundregeln eines Theaterbetriebes bei. Beispiel: "Im Theater wird nicht gepfiffen! Das bringt Unglück!" Doch nicht nur mit dem angeblichen Aberglauben, der am Theater herrscht, wurden wir vertraut gemacht, sondern auch mit jedem individuellen TT-Scheinwerfer. Besonders ans Herz gewachsen sind uns dabei die sog. "Ossi" (ein Scheinwerfer, den Niels einem ostdeutschen Theater abgekauft hat) und "Körnchen" (ein Scheinwerfer mit einer "gekörnten" Linse, der etwas weicheres Licht wirft).
Wenn ich die Augen schließe, sehe ich eine Gruppe junger Menschen vor mir, einen bestimmten Rhythmus mit den Füßen trampelnd, mit möglichst ungepresster Stimme Hexameter von Goethe rezitieren...
Denn während die eine Gruppe von Helmut gefragt wird "Was zeichnet den Par-Scheinwerfer aus?" - "Seine Schlichtheit!" - "Das ist gut formuliert .. Sonst noch was?" - "Naja, sie sind günstig zu erwerben?" - "Und?" - "Sonst... nichts." - "Sehr gut!", hat die andere Gruppe bei Barbara Schauspiel-Unterricht. Wir arbeiten hart an unserer Aussprache, an der sog. "Bühnenstimme". Dabei werden einige unschuldige Kissen in Mitleidenschaft gezogen, da sie mit viel Energie, während man das Wort, das man sagen will, vorausdenkt, durch den Saal gepfeffert werden.
Gerade eben bekam ich einen Anruf von Josi: "Lili! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Liebes! Geht es Dir besser?" Später die Bitte: "Du hattest doch Interesse den Blog zu schreiben..." Sie gibt mir die fehlenden Informationen. Es gab noch eine Eintüt-Aktion, weiterhin Technik und Schauspiel als Schwerpunkt und die Performance-Proben sind vorangekommen, besonders der bisher noch nicht ganz ausgereifte Anfang wurde weiterentwickelt. "Aber wir haben Deine Position immer mitgedacht" Das gefällt mir! Überhaupt sind wir TTler schon eine wirklich verschworene Gemeinschaft. Während meiner Krankheit haben mich bisher fünf TTler unabhängig voneinander angerufen, um sich nach meinem Befinden zu erkundigen. Umso rührender, da ich weiß, wie wenig Zeit sie gerade haben. Auch Carlos war völlig begeistert von der "interessanten Dynamik" unserer Gruppe. "Wenn ihr rennt, man fühlt euch überall!" Auch wenn er ermahnend hinzufügt, dass der Weg von einem "interessanten Tänzer" zu einem "guten Tänzer" noch vor uns liegt und nicht leicht wird. Wir schmunzeln und freuen uns darüber zumindest nicht als "schlechte Tänzer" eingestuft worden zu sein, denn dieser Weg wäre wohl noch deutlich beschwerlicher.
Ach Leute, ihr fehlt mir! Ich freue mich darauf, euch bald wiederzusehen!

Es grüßt, die von einer Blasenentzündung ins Marburger Exil verbannte TTlerin

Liliane Koch von TheaterTotal


Vom Lernen und Handeln…, 09.11. - 15.11.2009

Montag stand glücklicherweise mal wieder neben Akrobatik und Schauspiel Gesang auf unserem Stundenplan – ein schwungvoller Anfang für eine turbulente Woche!
Die Organisation der Weihnachtsfeier wurde angegangen und erreichte Freitagnacht bei einer ausgiebigen „Eintüt-Aktion“ ihren Höhepunkt! Gut, dass man mit den richtigen Menschen bei so ziemlich jeder Aktion auch viel Lachen kann- wenn auch erst am nächsten Tag (oder vielleicht nächste Woche?)!
Die Arbeit an unsere Leiter-Performance geht voran, ist aber auch sehr anstrengend. Vor allem am Samstag waren wir sehr erschöpft am Ende der Proben; irgendwie schien uns die Woche ein wenig mitgenommen zu haben. Aber es ist spannend zu erleben, wie unser allererstes gemeinsames Projekt neue Facetten bekommt und wächst.
Auch dem "Drachen" kommen wir immer näher...So probieren wir uns mutig an den verschiedenen Charakteren unseres Stückes aus - was bedeutet wir kriechen mal als Kater über den Boden oder springen als Stuntman durch unseren Probenraum. Lustig ist das auf jeden Fall.
Das einzige was wirklich fehlt ist die Zeit!!

Noemi Kleibrink von TheaterTotal


Neue Dozenten, Tier- und Flugschauen, 02.11. - 08.11.2009

Großes Rätselraten am Montagmorgen bei den TTlern: Ein neuer Name stand auf dem Stundenplan. Carlos Sampaio. Das klang sonnig. Aber was denn nun: Tanz, Schauspiel, lateinamerikanische Kochkunst ... ?
Nun, ersteres. Carlos war nach Chrystel der zweite Tanzdozent, der uns TTlern des Jahrgangs 2009/10 vorgestellt wurde. Er arbeitete mit uns in frischer brasilianischer Manier neben Tanzschritten auch an unserem ganzen Körpergefühl. Leider hatten wir nur eine Sitzung mit ihm in dieser Woche, freuen uns aber sehr, ihm am kommenden Donnerstag wieder zu sehen.
Darauf folgte der erste Schauspielblock der Woche. Wir konzentrierten uns durch die Woche vor allem darauf, Tiere zu spielen, was für die meisten von uns eine bisher unbekannte Herausforderung war. Ob Löwen, Hühner und den zugehörigen Küken, Kühen oder Katzen – für nichts zu wenig verrückt. Die Wege zu unserem Drachen sind halt vielseitig, schließlich ist das Stück nach Beschreibung Schwarz' eine "Märchenkomödie", die neben einem überaus aktiven Kater noch eine Anzahl von anderen sprechenden Tieren enthält.
Nach einem wie immer sehr schmackhaften Mittagessen waren wir gestärkt genug, uns auf unseren Drahteseln ins Archiv zu begeben und eineinhalb Stunden Körperklaus mitzumachen. Klaus Borkens, jener Dozent, dem einer der vergangenen TT-Jahrgänge diesen liebevollen Spitznamen gab, vermittelte uns neue Erkenntnisse in Körperbeherrschung, Koordination und Taktgefühl.
Der Dienstag begann mit Tai Chi, Chun Hsien Wu brachte uns coole Moves bei und unseren körperlichen Grenzen näher. Außerdem unsere Kathi zur Verzweiflung, da ihre Sprungkünste von fachkundiger Seite als Gefahr für die Allgemeinheit eingestuft wurden.
Dann ging es für einen Block in unsere Arbeitsgruppen. Aufgeteilt in Tourneeplanung, Öffentlichkeitsarbeit, Technik und Kostüm arbeiteten wir an nichts Geringerem als dem Erfolg unseres Projekt. Denn das ist ja schließlich die Philosophie von TheaterTotal: Die Teilnehmer (wir!) tragen das Projekt. Und eignen sich (von Zeit zu Zeit eher schlecht als recht – aber wir arbeiten dran!) alle Kenntnisse an, die dafür notwendig sind. Bei mir in der Tourneeplanung kam an diesem Tag in erster Linie eine klare Organisation des Zusammenwirkens von uns Organisatoren und den ihre Tourneeorte planenden Teilnehmern heraus.
Am nächsten Morgen, inzwischen sind wir am Mittwoch, wurde für uns das nächste Dozenten-Rätsel aufgelöst: Jorge Amarante (Vorsicht – für korrekte Aussprache sind ausgeprägte Spanischkenntnisse notwendig) ist unser dritter Tanzdozent. Er begann allerdings nicht mit Tanz, sondern mit – Vertrauensübungen. Ein TTler stellte sich mit geschlossenen Augen in einen Kreis von vier anderen und ließ sich zu allen Seite fallen, im Vertrauen darauf, dass die anderen ihn auffingen. An den folgenden beiden Tagen tanzten wir dann jeder einmal vor, zu selbstgewählter Musik. Eine gewisse Umstellung, nachdem wir vorher nur Gruppenunterricht gehabt hatten. Der Fokus lag aber bei weitem nicht darauf, wer am besten tanzte. Vielmehr einfach – um es mit Jorges Worten zu sagen – "just feel it!". Zu jedem einzelnen von uns hatte unser Dozent einen eigenen Zugang, jedem gab er etwas anderes herein. So kam der Moment, in dem er bei Martinas Tanz, sie einfach mitten in der Bewegung hochhob – und sie wie fliegend weitertanzte. Für mehrere von uns TTlern war dies der bewegenste Moment der Woche.
Doch diese war noch nicht vorbei: Am Wochenende widmeten wir uns ausgiebig unserem Stück, indem wir es lasen. Tobias Becker, ehemaliger TTler ("Exokarp") und heute Bühnenbildner, stand uns dabei zur Seite. Und, ich finde, wir waren echt gut: Besonders beeindruckend war der Moment, als wir uns am Sonntag um elf trafen, nach erster Recherche zu lesen begannen – und es draußen auf einmal zu dämmern begann: Ohne es recht wahrzunehmen hatten wir sechs Stunden gearbeitet. Wenn das mal kein Beleg dafür ist, wie fesselnd Theaterarbeit sein kann.
So ging eine an Ereignissen und Erfahrungen nicht eben arme Woche zu Ende. Und das ganz ohne so unwichtige Dinge wie freie Tage. Warum auch, wir schaffen doch mit Begeisterung. Und das meine ich ernst. Es grüßt Sie herzlich, live aus Bochum,

Bastian F. Benrath von TheaterTotal


Unsere Stückwahl 2009/ 2010

Nun wollen wir aber erstmal das große Rätsel um unsere Stückwahl lösen. Nach dem wir am 23.10 bis 23:00 Uhr im Haus Rechen gesessen haben und uns den Kopf zerbrochen haben, steht es fest!
Wir werden 2010 mit dem Stück „Der Drache“ von Jewgeni Schwarz auf Tournee gehen!
Nachdem wir uns klar geworden waren, dass wir uns ab nun in die ereignisreiche Zeit in unseren zehn Monaten beim TT stürzen würden, hatten wir erst einmal das Wochenende Zeit, uns über unsere Wahl klar zu werden und uns auf die nächsten Monate zu freuen.

Als wir uns dann am darauf folgenden Montag wieder im TT eingefunden hatten, mussten wir erstmal feststellen, dass sich unsere Zahl über das Wochenende dezimiert hatte. Anscheinend machen schwere Erkältungsphasen auch nicht vor arbeitenden Ttlern halt und so lagen einige von uns im Bett, während sich der Rest Meditonsin bzw. andere abwehrstärkende Mittel schluckend im TT zur Stundenplanbesprechung eingefunden hatte. Es sollte eine ereignisreiche Woche werden!

Montagabend kam schon sofort ein Höhepunkt. So war Lars Arendt mit Unterstützung angerückt, um uns in die Grundzüge einer Tourneeorganistation einzuführen. Ein Thema, mit dem sich so mancher - ich eingeschlossen - nur unzureichend beschäftigt hatte - bis jetzt! Aber am Ende des Abends wusste jeder, von welcher Seite man eine solche Aufgabe am besten anpackt.
Dienstag morgen ging es gleich ereignisreich weiter. Chun Hsien vermittelte uns erste Eindrücke vom Tai Chi, die uns fast alle ins Staunen und Stöhnen brachten! Am Nachmittag ging es dann weiter mit Schauspiel. Wie fühlt man sich so in seinen Körper ein, dass man ihn ganzheitlich fühlt und das mit einer großen Menge Humor???
Freitag morgen hatten wir dann unsere erste Tanzstunde mit Chrystel. Auch hier kamen wir ins Staunen und vor allem ins Schwitzen!!
Später kam dann noch ein besonderes Ereignis auf uns zu! Seid einem Monat hatte wir unsere Leitern von der Performance nicht mehr wirklich benutzt, und nun war es so weit! Für unsere Performance- Vorstellung Ende des Jahres bzw. Anfang 2010 mussten neue Ideen her! Also fanden wir uns alle im Archiv ein, um noch ein mal unsere alte Performance durchzugehen und um neue Ideen zu sammeln. Am Ende hatten wir viele vielversprechende neue Ideen gesammelt, und ich denke, wir werden alle viel Freude beim Umsetzen haben.
Samstag und Sonntag reiste der Physiotherapeut Reiner Gerhardt an, um uns alle mal so richtig körperlich durchzucheken und uns die Grundlagen der Rückenschule beizubringen. Er zeigte uns einige Übungen zur Rücken- bzw. Bauchmuskulaturstärkung, die uns auch schon mal eine Schweißperle auf die Stirn trieben. Doch am Ende des Workshops wurden wir dafür entlohnt! Nachdem Reiner Gerhardt uns einige Griffe und Tricks gezeigt hatte, massierten wir uns gegenseitig unsere angespannten Rücken, bis wir alle total entspannt waren!

Völlig entspannt und mit Vorfreude auf die kommende Woche grüßt
Theresa Hermann von TheaterTotal


Welches Stück passt zu uns?
Stückwahl 2009/ 2010


Abends, 22.30 Uhr, vor den Fenstern stockdunkle Nacht, drinnen bei TT  müde Gesichter.
Gesucht: Ein Stück mit Action und Herz, das Leichtigkeit hat, aber auch Tiefgang, bei dem man mal lachen kann, aber möglichst auch mal schwer schlucken muss, das vielfältige Charaktere hat und bitte auch viele Personen, am Besten gerecht auf Frauen- und Männerrollen verteilt. Ach, und Musik wäre auch nicht schlecht. Soweit die Theorie. In der Praxis ist das allerdings ein bisschen komplizierter. Vor uns auf dem Boden verstreut liegen mehr oder weniger bekannte Dramen der Weltliteratur. Von Shakespeare, Satre und Kleist über Cervantes, Frisch, Schwarz und Goethe ist so ziemlich alles versammelt, was Rang und Namen hat. Wer wird schlussendlich das Rennen machen? Hinter uns liegen spannend-anstrengende Stunden, in denen wir uns viele Fragen gestellt haben. Fragen wie: Fantastisch oder Philosophisch? Singen oder besser nicht (Nachdem wir spontan Anatevkas „Wenn ich einmal reich wär...“ angestimmt haben, meint Barbara: Besser nicht...)? Ernsthaft oder komisch? Und immer wieder: Was passt eigentlich zu uns?
Das versuchen wir herauszufinden, in dem wir Szenen anspielen, Hintergrundinformationen sammeln, Inhaltsangaben heraussuchen und einzelne Szenen in der Runde vorlesen. Zwischendurch immer wieder Abstimmungen, Hände schnellen hoch, dazu entschlossene Gesichter. Auf der anderen Seite Ratlosigkeit und finstere Blicke. Bei einer so großen Gruppe sind lange nicht aller Meinung. „Alice“, „IchundIch“ und „Hamlet“ müssen angesichts einer übermächtigen Konkurenz aufgeben. Die Luft wird dünner, die Diskussionen heftiger. Immer weniger Stücke scheinen in Frage zu kommen. Klar ist nur: Das „richtige Stück“ gibt es nicht. Am Freitag werden wir es trotzdem finden.

Milena Kowalski von TheaterTotal
TheaterTotal geht Blog  16.10.09

Der Wind bläst durch die Gegend und so weht es nun auch bei uns.
Seit genau 46 Tagen wirbeln, tanzen, turnen, singen, putzen und kochen wir 26 neue TheaterTotal-Teilnehmer durch die luftigen Gänge der Villa Kunterbunt des TheaterTotals in Bochum.
Vieles ist schon passiert und viel mehr wird noch passieren. Doch was genau, das erfahrt ihr jetzt jeweils hier auf unserem aktuellen Onlineblog - wöchentlich aus einer anderen Hand. Und was diese Woche alles so abging gleich nach der Werbung – viel Spass beim Lesen!

Euer Blogteam


 

Malkurs 12.10.09 bis 16.10.09

Ratlos stehe ich vor meinem grossen weissen Blatt Papier und starre all die vielen Leitern in der Mitte des Raumes an, welche ein sogenanntes „Stillleben“ darstellen. Auftrag: „Malt euer eigenes Stillleben.“. Ich habe noch nie in meinem Leben ein Stillleben gezeichnet, geschweige denn irgend eine Ahnung von dreidimensionalem Zeichnen oder derartigen Kunststücken. Doch ich wage es. Zaghaft hebe ich den Pinsel an, mache einen ersten, dann einen zweiten und bald schon einen dritten Strich und stelle dann leicht deprimiert fest, dass dies eher einem Kunstwerk eines Dreijährigen als einer Leiter gleicht. Doch ich gebe (noch) nicht auf und male hoffnungsvoll weiter.  Nach einigen Minuten wage ich dann einen kurzen Blick zu meiner total-in-ihrem-Element-Nachbarin und erleide gleich einen nächsten Faustschlag – ihr Bild sieht nämlich wirklich aus wie ein Stillleben mehrerer Leitern und nicht wie ein Geröll geballter Ketchupladung. Also ziehe ich meinen Blick wieder sanft zurück, wage noch einen kleinen Abgucker nach rechts und widme mich dann lieber wieder meiner eigenen Tragödie, um wenigstens noch einen Teil der Zeichnung zu retten. Doch diese Rettungsaktion führte mich in eine noch grössere Misere und so sagte mir eine innere Stimme behutsam, dass ich doch vielleicht besser für den heutigen Morgen meinen Pinsel beiseite legen und mich noch den wenigen Sommersonnenstrahlen widmen sollte, bevor die dann auch gänzlich dem Herbstwetter übergeben werden. Also folgte ich meiner weiblichen Intuition und erlebte noch einen wunderschönen Malkursmorgen, indem ich die besser gelungenen Bilder meiner Mit-TheaterTotal-Kollegen studierte und mit ihnen darüber philosophierte.

Doch um euch liebe Leser nicht im Irrtum zu belassen, dass ich der Kunst des Malens total unterlegen bin, möchte ich kurz anfügen, dass auch ich noch einen künstlerischen Höhepunkt erleben durfte, als wir Mitte der Woche zu live fibrierenden Schlagzeugbeats unsere innere Ausdrucksstärke strukturfrei aufs Blatt bringen konnten. Ich bebte, tanzte und erlebte – es war wunderbar berauschend! Danke Henrik für diesen tollen Malworkshop.

Für euch live aus Bochum, Thea Rinderli von TheaterTotal


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