10. Dezember 2007
Rückblick Performance "hinundweg"
Am 16. November war die Premiere unserer großen Performance. Die Vorbereitungen hatten jedoch schon Wochen vorher begonnen:Zuerst sollte ein Objekt gefunden werden, das im Mittelpunkt der Inszenierung stehen würde. Nach einigen verworfenen Ideen einigten wir uns schnell auf den Gegenstand „Koffer“. Auch unsere Figuren, die jeder für sich selbst entwickelte, waren nach einem Besuch in der Kostümkammer bald gefunden.
Und nun ging es an die Arbeit: Was ist/kann/macht ein Koffer? Wie kann man einen Koffer tragen/schmeißen/fliegen lassen? Und was wollen wir mit der Performance überhaupt zeigen? Noch bevor wir einige dieser Fragen beantworten konnten, musste ein Titel gefunden werden. Nach langen Diskussionen und vielen Vorschlägen entschieden wir uns für „hinundweg“.
Als dann etwa 4000 Einladungen verschickt waren, wurde es langsam ernst und der Zeitdruck größer. Das ehemalige Stadtarchiv der Stadt Bochum, eine neu gewonnene Spielstätte, musste noch entrümpelt werden und so waren alle damit beschäftigt Wände einzureißen, Schrott zu entsorgen, Möbel umzurücken und Ton und Technik anzukarren.
Während nun der eine Teil der Gruppe mit dem Finden eines „Roten Fadens“ beschäftigt war, kümmerte sich die andere Hälfte darum, dass die Zuschauertribüne in mühsamer Handarbeit wieder das Stehen lernte. Sobald der Tanzboden im Stadtarchiv ausgelegt war, begannen wir mit den Proben vor Ort. Nun waren es weniger als zwei Wochen bis zur Performance und die Abende wurden länger, die Nächte kürzer und die Augenringe dicker. Erst in den letzten Stunden vor der Premiere hatten wir die Gelegenheit, wieder den Kühlschrank zu füllen, Schlaf nachzuholen und neue Kräfte für die Aufführung zu sammeln.
Nach dem erfolgreichen Auftritt waren wir uns jedoch alle sicher, dass sich der Aufwand gelohnt hat und so freuten wir uns, auch am 17. und 18. November vor ausverkauftem Haus zu spielen.
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